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Bemalte Steine

Fische trotzen Corona

esz/privat

ULRICHSTEIN. Ein Fischsymbol auf einem Stein soll Nähe zeigen. Dieses Zeichen ist uralt und kommt aus der Frühgeschichte der Christenheit.

esz/privatAntje Armstroff will die Mitglieder ihrer Gemeinde wissen lassen, dass es Menschen gibt, die an sie denken.

Ganz plötzlich liegt ein Fisch vor der Tür. Zumindest ein Bild davon auf einem Stein. In Ulrichstein und dem zur Stadt gehörende Ortsteil Feldkrücken liegen derzeit einige solcher Steine vor den Türen, vor Bushaltestellen, an Hausecken oder vor der Kirche. Auf ihnen prangt die Silhouette eines Fischs , verziert mit farbigen Linien, Punkten oder anderen Mustern. Kinder und Konfirmanden haben sie bemalt. Sie können derzeit wegen der Corona-Pandemie vielfach ihre Freunde und Großeltern nicht besuchen, wollen ihnen aber dennoch zeigen, dass sie ihnen nahe sind.

Reines Internetangebot würde nicht passen für die Gemeinde

Das Ganze ist eine Aktion der Kirchengemeinde Ulrichstein und Feldkrücken. Denn nicht nur deren junge Mitglieder wollen ihre Lieben wissen lassen, dass sie an sie denken. Die Gemeinde will das auch.
»Online-Gottesdienste oder andere Angebote im Netz würden an vielen Mitgliedern meiner Gemeinde vorbeigehen«, sagt Pfarrerin Antje Armstroff. Sie habe daher nach einer Möglichkeit gesucht, ihren Schäfchen nicht nur im Internet nahe zu sein, sondern im wirklichen Leben.

Fisch als Symbol bot sich an

Der Fisch als christliches Symbol bot sich da sehr an. Denn vor rund 2000 Jahren war er schon einmal das Zeichen für Christen, dass sie nicht alleine seien. Im Römischen Reich nämlich, als Christen nicht besonders wohlgelitten waren und Christsein sogar gefährlich sein konnte, kritzelten manche von ihnen dieses Symbol auf Hauswände oder ritzten es in Steine. »Wir nutzen den Fisch heute wieder als Zeichen, um miteinander in Verbindung bleiben«, erklärt Armstroff.
An ein gemeinsames Bemalen und Verzieren der Steine ist in Zeiten von Corona natürlich nicht zu denken. Deswegen hat die Pfarrerin an die Kindergottesdienstkinder geschrieben. »Wir können uns im Moment zwar nicht mehr gleichzeitig treffen«, schrieb sie. »Aber wenn eine einen Fisch-Stein malt und verteilt – und ein anderer ihn findet: Dann sind es trotzdem zwei, die in seinem Namen versammelt sind. Und dann ist Jesus Christus mitten unter uns.«

Aktion in sozialen Netzwerken

Gänzlich analog ist die Aktion allerdings nicht, auch eine digitale Komponente ist dabei. Die Kinder und Konfis, sagt Armstroff, sollen nämlich auch ein Foto von ihrem Stein oder ihren Steinen machen und dieses dann mit einem sogenannten Hashtag versehen. »#ZuversichtmitFisch« heißt der. Unter diesem Kennzeichen sollen sie diese Bilder dann in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram hochladen und miteinander virtuell teilen.

Von Nils Sandrisser

www.kirche-ulrichstein.de.

Facebook-Seite der Gemeinde: https://bit.ly/33x6XPD.

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Tel.: 069 / 92107-444
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