Evangelische Sonntags-Zeitung

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Ungerechtigkeiten

Gehen wir es an

Susanne RappIngrid Reidt, Pastoralreferentin von der katholischen Betriebsseelsorge Südhessen, hat gemeinsam mit Volkhard Guth die Kreuzwege einst ins Leben gerufen.

Rüsselsheim. Die Rüsselsheimer Kirchen widmen sich in der Passionszeit Leid, das Menschen sich gegenseitig antun. Dies muss nicht immer durch körperliche Gewalt entstehen. Mitunter ist dies ganz einfach mit Geld verbunden.

Wertsache Arbeit – Weibliche Arbeit abgewertet?« Bis heute verdienen Frauen weniger als Männer. Mit der ersten Station der ökumenischen »Kreuzgänge durch Rüsselsheim« prangerten die Initiatorinnen das Thema der ungleichen Bezahlung und der mangelnden Wertschätzung gegenüber Frauenberufen an.

Warum verdienen Frauen schlechter?

Die erste Station vor dem Frauenzentrum in Rüsselsheim hat den Titel »Wertsache Arbeit – Weibliche Arbeit abgewertet?« Denn bis heute sind Frauen in der Entlohnung schlechter gestellt als Männer. Das auf den Treppenstufen liegende Kreuz ist umgeben von gelben und roten Kisten, die das Lohngefälle deutlich machen. Warum ist eine Ingenieurstätigkeit höher gestellt als eine Tätigkeit in der Pflege, der Erziehung oder ein Grundschullehramt? 21 Prozent weniger wird Frauen durchschnittlich gezahlt. Pflege und Sorgearbeit, sogenannte typische Frauenberufe, sind mit einer Vergütung von 26,29 Euro bezahlt, Handwerk und Elektrikberufe, meist von Männern ausgeübt, mit 38,54 Euro.

Altersarmut von Frauen

Vertreterinnen des Betriebsfrauenrates Verdi und des Bündnisses gegen Altersarmut von Frauen gingen detaillierter auf die Problemstellung ein. Viele wüssten von der Lohnlücke. Doch gelte es, die Frage danach zu stellen, worin die Entgeltdiskriminierung eigentlich bestehe. Die strukturellen Ursachen müssten hinterfragt werden. Denn unterschiedliche Arbeitseinkommen würden selten offen mit dem Geschlecht begründet, schilderte Ulrike Leipold die Situation. Von Susanne Rapp

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