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Neues Gemeindehaus der Mainzer Melanchthon-Gemeinde

Glaube, Hoffnung und Liebe

eöa/Heiko BeckertDas Gemeindehaus grenzt direkt an den weithin sichtbaren Glockenturm der Melanchthonkirche mit seiner charakteristischen Zeltform an.

MAINZ. Mit der Einweihung des Gemeindehauses endet für die Melanchthon-Gemeinde eine Leidenszeit. Als vor drei Jahren die Heizkosten in die Höhe schnellten, erlebte die Gemeinde eine böse Überraschung.

Einen ersten Härtetest hat das neue Gemeindehaus bei der Melanchthonkirche bereits bestanden. »Fußballspielen klappt super«, berichtet Gerd Schreiner, Vorsitzender des Kirchenvorstands. Denn der zur Gemeinde gehörige Kindergarten hat den Mehrzweckraum im fast fertigen Neubau bereits für seine Zwecke ausprobiert. Und wenn das Gemeindehaus eingeweiht wird, ist eine rund dreijährige Leidenszeit auch offiziell beendet.

Dann steht der Kirchengemeinde und ihren Mitgliedern, dem Kindergarten und kirchlichen Gruppen ein heller Veranstaltungsraum mit Küche und Büro zur Verfügung – selbstverständlich barrierefrei. Mit dem neuen Gebäude verfügt der Kirchenraum auch wieder über ein Foyer, denn diese Funktion übernimmt das Gemeindehaus wie sein Vorgänger ebenfalls. Froh sei die rund 1700 Mitglieder zählende Gemeinde zudem, dass die Buntglasfenster des Altbaus, deren drei Farben Glaube, Hoffnung und Liebe repräsentieren sollen, in den Neubau integriert werden konnten, erzählt Schreiner: »Wir finden, dass sie in dem neuen Gemeindehaus viel besser zur Geltung kommen.«

Mängel im ungedämmten Dach

Begonnen hatte die Geschichte 2016 mit ungewöhnlich hohen Heizkosten. Darauf folgende Untersuchungen brachten schwerwiegende Mängel in der ungedämmten Dachkonstruktion des alten Gemeindehauses zutage. Nur das Dach zu sanieren, war jedoch nicht möglich, erläutert Schreiner. Anbauten waren am Dach aufgehängt. Hätte man es entfernt, wäre das Gemeindehaus wohl in sich zusammengefallen. Es musste also ein kompletter Neubau her, und weil die Kirche mit dem markanten Glockenturm bis dahin nur über das Gemeindehaus erreichbar war, benötigte der Kirchenraum neue Eingänge. Die Gemeinde beauftragte den Architekten Christian Kleebach.

Das neue Gemeindehaus kostet alles in allem etwa 675 000 Euro. Eigentlich zu viel für die Gemeinde, doch die Stadt und vor allem das Dekanat beteiligten sich an den Kosten. »Wir haben viel Unterstützung erfahren«, betont Schreiner. Ohne diese Hilfe wäre die Gemeinde wohl überfordert gewesen.

Überall da gespart, wo es ging

So aber muss sie jetzt nur rund 30 Prozent der Baukosten stemmen. Dazu löste sie einen Teil ihrer Rücklagen auf und nahm einen Kredit beim Baufonds der Propstei Rheinhessen und Nassauer Land auf. Die restlichen 70 Prozent übernimmt das Dekanat Mainz. Von der Stadt wird ebenfalls ein Zuschuss kommen, allerdings ist noch nicht ganz klar, wie hoch er sein wird.

»Wir haben gespart, wo wir sparen konnten«, versichert Schreiner. Unter anderem ist der alte Keller, der auch als Jugendraum genutzt wird, erhalten geblieben. Das neue Gemeindehaus besteht im Kern aus einer Holzkonstruktion mit Flachdach. Damit wird das Gewicht, das der Keller tragen muss, möglichst gering gehalten. Darüber hinaus nahm die Errichtung wenig Zeit in Anspruch. »Das Ding stand in zwei Tagen«, sagt Schreiner. Dennoch sei der Neubau genauso stabil wie ein gemauertes Bauwerk.

Von Heiko Beckert

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