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Textilsiegel

Grüner Knopf für das gute Gewissen

epd/Ralf MaroEine Näherin in einer Textilfabrik in Hung Yen in Vietnam. Durch die Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer können die Kunden in Deutschland billige Kleidung kaufen. Wer fair hergestellte Kleidung kaufen möchte, kann künftig nach dem Grünen Knopf Ausschau halten.

Schon vor seiner Einführung war der Grüne Knopf umstritten: Zu lasch in den Forderungen, er schwächt andere Siegel, freiwillig bringt nichts. Einer allerdings lobt neben Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die Einführung.

Als einen richtigen Schritt in die richtige Richtung hat Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, das neue staatliche Textilsiegel Grüner Knopf bezeichnet.

Entwicklungsminister Gerd Müller sprach von »Menschlichkeit in einer globalen Welt«, die mit dem Grünen Knopf befördert werden solle. Das Siegel stehe für die sozial- und umweltverträgliche Produktion von Kleidung, Bettwäsche und anderen Textilien.

Zunächst decken die Kontrollen für den Grünen Knopf nur die Arbeitsschritte Nähen und Färben ab. Das aber soll sich bald ändern, betonte Müller.

Greenpeace kritisierte, dass aktuell der Grüne Knopf auch auf einem T-Shirt aus pestizidbehandelter Baumwolle prangen könne. Die Kinderhilfsorganisation »terre des hommes« wiederum wies darauf hin, dass Kinderarbeit etwa im Baumwollanbau oder in den Spinnereien unberücksichtigt bliebe. Auf diese Produktionsbereiche soll das Siegel erst in den kommenden Jahren ausgeweitet werden.

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