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Binger Johanneskirchengemeinde bittet zum Tanz

Heiße Sohle

Judith KesslerInitiator Heiko Lange (Zweiter von links) und die Tanzpaare versuchen sich an Walzer, Tango oder Jive.

BINGEN. Vor einem halben Jahrhundert hat es in Bingen mal ein Tanzcafé gegeben. Heute stehen im Gemeindehaus alle auf dem Parkett – vom Anfänger bis zum Ex-Profi.

Seit Mai verwandelt Heiko Lange das Gemeindehaus der Johanneskirchengemeinde in Bingen am Rhein einmal im Monat für zwei Stunden in ein Tanzcafé. Lange ist Kirchenvorsteher und seit sechzig Kursstunden begeisterter Tänzer. Aufs Parkett wage sich hier alles, vom Anfänger bis zum Ex-Profi, erzählt der Initiator. Eine Handvoll Gemeindemitglieder habe früher mal professionell getanzt: »Die fegen dann hier das Parkett leer.« Es kämen aber auch Leute, die eigentlich gar nicht tanzen können. Das mache aber gar nichts, winkt Lange ab. Hauptsache, alle hätten Spaß.

Das Gros der Teilnehmer stammt aus Tanzkursen

Gerade versuchen sich mit ihm und seiner Lebensgefährtin Gabi zwei weitere Tanzpaare an Walzer, Tango, Jive und was Langes ausgetüftelte Playlist noch so hergibt. Tanzen können heute alle. Franz-Dieter und Gabi tanzen seit einem Jahr, Melanie und Norbert haben nach dem obligatorischen Tanzkurs als Jugendliche vor sechs Jahren noch einmal gemeinsam angefangen.

Neben dem Gemeindehaus legt Lange die Flyer für sein Tanzcafé auch in Banken oder Kneipen aus, das Gros der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hat der 51-Jährige aber in seinen Tanzkursen aufgegabelt. So wie Gabi und Franz-Dieter, die froh über die Möglichkeit sind, auch abseits ihres Kurses das Tanzbein zu schwingen. Aktiv in der Kirche sind auch sie, aber in der katholischen. Ein Thema sind Kirche oder Gemeindeleben in der Gruppe nicht.

Froh über jede Veranstaltung der Gemeinde

Das Tanzcafé im Gemeindehaus zu veranstalten, habe für ihn als Kirchenvorsteher einfach nahegelegen, und auch den übrigen Kirchenvorstand habe Lange nicht erst groß von seiner Idee überzeugen müssen. Ein Tanzcafé habe es hier vor einem halben Jahrhundert schon einmal gegeben. Außerdem sei man froh über jede Veranstaltung mehr, die die Gemeinde zu bieten habe: »Ich bin ja froh um jeden, den wir noch in die Kirche ziehen«, sagt Lange. Neben den Tanzterminen poste er in der dazugehörigen WhatsApp-Gruppe manchmal auch Veranstaltungshinweise aus der Gemeinde.

Mit fünf Tanzpaaren habe er zum Start gerechnet, während des ersten Deutschlandspiels bei der Fußball-WM der Männer in Russland seien sie sogar zu zwölft und hinterher froh gewesen, parallel zum Public Viewing auch ein paar Runden übers Parkett gedreht zu haben. Mit der Resonanz bisher ist der Initiator zufrieden, hofft aber nach dem Sommer auf noch ein paar Tanzpaare mehr. Lange ist zuversichtlich, dass sein Tanzcafé Zukunft hat. Zu den ursprünglich vier angesetzten Terminen sind mittlerweile drei weitere hinzugekommen. Auch eine Discokugel für den Winter hat er bereits besorgt.

Die nächste heiße Sohle können Tanzbegeisterte am 29. September, 14. Oktober, 17. November und 16. Dezember, jeweils von 16 bis 18 Uhr, aufs Gemeindehausparkett in der Kurfürstenstraße 9 legen.

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