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Krebs

Hilfe für kleinen Jungen

Christof SchmidtZur Behandlung wird David von seinem Vater und seiner Mutter begleitet.

Unnau. Eine Familie steht am Flughafen. Der Zollbeamte ruft das Pfarrhaus an. Die Hilfe für die junge Familie rollt an. Das Engagement über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus ist den Protestanten in Unnau selbstverständlich.

eöa/Sabine Hammann-GonschorekPfarrer Christof Schmidt hilft unbürokratisch dem krebskranken David und seiner Familie.

Wir wollen Sichtbares und Nachvollziehbares für die Menschen tun, um die Liebe Gottes in unserem Leben deutlich zu machen. Es geht uns auch darum, als Christen ein Stück Weltverantwortung zu übernehmen.« Pfarrer Christof Schmidt aus Unnau sieht über den Gartenzaun seiner Kirchengemeinde hinweg. Und mit ihm seine Gemeinde, die seit vielen Jahren einen Kirchenverein unterhält, um Projekte zu finanzieren, die das übliche Budget nicht hergibt.

Machen Sie Ihrem Sohn schöne Tage

Momentan hilft die Kirchengemeinde dem dreijährigen David aus Moldawien. Der Junge ist an einem bösartigen Hirntumor erkrankt. »Die Eltern waren in Moldawien in der Hauptstadt Chisinau beim Arzt und haben gesagt bekommen: ›Machen Sie Ihrem Sohn noch ein paar schöne Tage. Wir können ihm nicht helfen‹«, erzählt Pfarrer Schmidt.

Armenhaus Europas

Seit fast 30 Jahren engagiert sich die Kirchengemeinde Unnau in wirtschaftlichen Krisengebieten. »Moldawien ist das Armenhaus Europas«, sagt Christof Schmidt, »hier hat zwar fast jeder Arbeit, aber es kann niemand davon leben.«

Eine Chance auf Genesung

»Dahinter steckt die Idee, dass eine Gemeinde, der es so gut geht wie uns, ein ökumenisch-diakonisches Projekt braucht, um glaubhaft zu bleiben«, sagt Pfarrer Schmidt. Deshalb hilft die Gemeinde David und seiner Familie. Die Diagnose bösartiger Hirntumor haben Ärzte Mitte Juni gestellt. Pfarrer Schmidt war gerade mit seiner Gemeinde auf Familienfreizeit in Schweden, als er davon hörte, und lud die Familie nach Deutschland ein, um David eine Chance auf Genesung zu ermöglichen. Sofort machten sich die Eltern mit David und seiner wenige Monate alten Schwester auf den Weg und kamen auf dem Frankfurter Flughafen an.

Operation einzige Chance

»Noch in Schweden bekam ich vom Flughafen einen Anruf von einem dortigen Zollbeamten. Er sagte: ›Hier steht eine Familie aus Moldawien, die sagt, sie will zu Pfarrer Schmidt. Sind Sie das?‹«, berichtet Pfarrer Schmidt. »Durch den verständnisvollen Flughafenmitarbeiter durfte die Familie ohne große Formalitäten vorab einreisen und David konnte bereits am 10. Juli in Essen operiert werden, was bei seinem schnellwachsenden Tumor seine einzige Chance war.«

Familie ist auf Hilfe angewiesen

Große Hilfe erfährt die moldawische Familie auch durch die Unnauer Patenschaft, einer ehrenamtliche Hilfsorganisation, die krebs- und schwerst kranke Kinder im Westerwald unterstützt, und die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg. Nun, nachdem der Tumor aus dem Kopf entfernt ist, wird David für sechs bis acht Monate bestrahlt und erhält Chemotherapie in Marburg sowie Gießen. Von Sabine Hammann-Gonschorek/esz

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