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Sieben Wochen Mut

Kirchen geben Motto zum Fasten aus

esz/7 Wochen OhneOhne Angst voran: Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche ruft dazu auf, weniger pessimistisch in die Zukunft zu blicken.

FRANKFURT. Ab Aschermittwoch wird gefastet. Wer im Alltag über Stress schimpft und Angst fürchtet, kann die kommenden Wochen bis Ostern ruhiger angehen: Die einen verzichten auf Alkohol oder Schokolade, andere gestalten die kommenden sieben Wochen hoffnungsvoll und machen sich mit Hilfe des Coachings der Kirche auf die Suche nach ihrem im Alltagstrubel verborgenen Mut.

Hand aufs Herz: So eine gewissen Portion Pessimismus tragen wir alle in uns, während der Mut uns oft verlässt und die Angst regiert. »Die Prüfung schaffe ich eh nicht. Warum sollte ich dieses Mal Glück haben?« Natürlich wird es regnen, wenn ich eine Wanderung plane ...«

Platz für Zuversicht

Wer möchte, sieht immer und überall das Schlechte und lässt es größer erscheinen als all die guten Dinge, die das Leben mit sich bringt. Wie wäre es nun, den Pessimismus einfach mal aus den Gedanken zu verbannen? Nicht für einen Tag, sondern gleich wochenlang. Genau genommen sieben Wochen lang von Aschermittwoch bis Ostern. Keine leichte Aufgabe, aber durchaus machbar, denn dafür bietet die Kirche ein Coaching an.  »Wir kriegen das schon hin! Kein Grund zu Pessimismus«, ist Arnd Brummer überzeugt.

Angst darf nicht dominieren

Brummer ist Geschäftsführer der Aktion »7 Wochen Ohne«. Deren Motto lautet in diesem Jahr »Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus«. »Angst und Sorge sind zentrale Elemente menschlichen Bewusstseins. Sie dürfen aber nicht dominieren und Menschen in Hoffnungslosigkeit fallen lassen«, sagt Brummer.

Kraft und Mut im eigenen Umfeld entdecken

Die Fastenaktion soll dazu ermuntern, Zukunftsangst und Misstrauen zu überwinden. Sieben Wochen lang positiv und frohen Mutes den Tag gestalten, egal was auch passiert. »Wir möchten mit Texten und Bildern dazu ermuntern, auch in schwierigsten Lebensphasen nicht zu übersehen, wie viel Verstand, Mut und Können in uns, in unseren Familien, Freundeskreisen und Gemeinschaften steckt«, so Brummer weiter.

Jede Woche ein Schwerpunkt

Um Anregungen zu erhalten, gibt es für Fastenwillige Kalender in unterschiedlichen Formaten mit inspirierenden Fotografien von Menschen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen Situationen sowie kurzen Texten, die zum Nachdenken anregen. Der Kalender gliedert sich wochenweise in unterschiedliche Schwerpunkte. Die Wochenthemen lauten »Sorge dich nicht!«, »Fürchte dich nicht!«, »Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?« »Ich hoffe auf Licht, und es kam Finsternis«, »Meine Zuversicht ist bei Gott« , »Klopfet an, so wird euch aufgetan« und »Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin«.
Zu jeder Bibelstelle gibt es eine Auslegung des Theologen Frank Muchlinsky. Hinzu kommen kurze Texte, Gedichte und Erzählungen anderer Theologen, Journalisten oder Schriftsteller.
Wer eine vertiefende Anregung sucht, wird fündig in einem Materialheft. Geschichten aus einem Jobcenter für Langzeitarbeitslose oder von dem Astrophysiker Stephen Hawking, der trotz einer schweren Muskelerkrankung hoffnungsvoll sein Leben lebte, liefern Hintergrundwissen. Darüber hinaus werden Lieder, Kinderbücher oder Filme rund um Hoffnung, Zuversicht und Pessimismus vorgestellt.

Inspirierende Gedichte und Geschichten

Ein Teil der Materialien richtet sich extra an Jugendliche, darunter ein Theaterspiel. Auch ein Gottesdienstentwurf des Theologen im Medienhaus der hessen-nassauischen Kirche Martin Vorländer und Andachtsimpulse, unter anderem der bayrischen Theologin Susanne Breit-Kessler, sind in dem Heft zu finden.

»Andere Zeiten« legt Fokus auf das Wort

Neben der Aktion »7 Wochen Ohne« gibt es »7 Wochen anders leben« des kleinen ökumenischen Vereins »Andere Zeiten« aus Hamburg. Auch er bietet einen Begleiter in Kalenderform an. Der Fasten-Wegweiser legt seinen Schwerpunkt auf das Wort und liefert für die 48 Tage bis Ostermontag stärkende und inspirierenden Gedichte, Geschichten, Gedanken und Anregungen. Geschrieben unter anderem von dem 2016 verstorbenen Roger Willemsen, von Sophia Fritz und Ulrike Berg. Zu den Wortbeiträgen hat Birgit Lang Bilder gezeichnet.
 Der Wegweiser lädt aber auch dazu ein, sich über sein eigenes Leben Gedanken zu machen und stellt verschiedene Fragen an die Leser: »Wer oder was hält Sie davon ab, Neues zu entdecken?«, »Was wäre wenn?«.

Ein Brief auf schönem Papier

Außerdem können sich Fastenwillige für eine Briefaktion anmelden. Wöchentlich erhalten sie dann einen aktuell geschrieben Brief auf schönem Papier. Eine fortlaufende Bibelgeschichte will neue Perspektiven und Blickwinkel öffnen. Ein kleiner Comic erinnert daran, dass auch das Lachen zur Passion gehört.
 Stefanie Bock

Der Eröffnungsgottesdienst der Aktion »7 Wochen Ohne« wird am 1. März um 9.30 Uhr mit einem ZDF-Gottesdienst in der Pauluskirche in Marburg gefeiert.
Infos und Kontakt www.7-wochen-ohne.de; E-Mail ino@7-wochen-ohne.de; Telefon 0 69/5 80 98-24; Facebook: www.facebook.com/7wochenohne; Instagram www.instagram.com/7wochenohne.
Wand- und Tischkalender, Materialheft und Begleitbuch sind erhältlich über die Internetseite www.7-wochen-ohne.de oder telefonisch 03 41/7 11 41 48
Eine »Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus«-App gibt es auch. Sie kostet 3,99 Euro, bietet Text und Bild des Fastenkalenders. Die App steht für iOS und Android zur Verfügung.
Der Fasten-Wegweiser und die Briefaktion des Vereins »Andere Zeiten« können Interessierte bestellen per Mail vertrieb@anderezeiten.de, telefonisch 0 40/47 11 27 27oder per Post Andere Zeiten e.V., Fischers Allee 18, 22763 Hamburg.
Infos im Internet: www.anderezeiten.de. Dort gibt es ein frei zugängliches Fastenforum, in dem sich Interessierte unter Pseudonym beteiligen können. Außerdem können Fastende einer geschlossenen Facebook-Gruppe beitreten, in der sie sich unter realem Namen äußern können.

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Renate Haller (rh)
Chefin vom Dienst

Tel.: 069 / 92107-444
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