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Für oder gegen den Glauben

Lesung mit Anspiel über Ursprung der Schöpfung

Nicole Weisheit-ZenzDie Hobbyschauspieler wollen mit Besuchern ins Gespräch kommen.

MAINZ. Zum Thema »Die Schöpfung, ein genialer Plan?« bereitet die ökumenische Theatergruppe Kirchspiel Camerata eine szenische Lesung vor. Zweifel sind willkommen – egal, aus welcher Richtung sie kommen.

War die Schöpfung ein genialer Plan? In einer öffentlichen Gesprächsrunde im Altarraum der Kirche Mainz-Finthen begegnen sich bald Menschen und tun ihre verschiedenen Ansichten dazu kund. Der Gedanke dabei ist, in der Gemeinde zum Nachdenken und Austausch anzuregen über elementare Glaubensfragen. Den Impuls dafür gibt keine reale Situation, sondern eine Inszenierung.

Derzeit bereitet sich die ökumenische Theatergruppe Kirchspiel Camerata auf die szenische Lesung vor. Die dritte Aufführung ist es bereits für einen Teil der Laiendarsteller in der Camerata, die im Lutherjahr aus einer Initiative Lutz Dreyers entstanden ist. Der emeritierte Professor der Musikhochschule ist wieder mit von der Partie, mit Livemusik am Klavier sowie Textfassung und Arrangement für die Bühne.

Von Haus aus christliche Grundlagen

Für die Idee, Grundlage und Textvorlage zeichnet Christoph Storkebaum verantwortlich, der ebenfalls in der Finther Gemeinde aktiv ist. Nach seiner Berufstätigkeit als Ingenieur ist er nun vielseitig interessiert, auch an Themen wie Astrophysik und Kosmologie. »Ich habe diese Arbeit allen Menschen gewidmet, die glauben und zweifeln«, sagt Storkebaum. Denn zweifeln gehöre dazu.

Als Sohn eines Pfarrers hatte Storckebaum zwar von Haus aus christliche Grundlagen, doch drängende Fragen kamen im Laufe der Zeit auch bei ihm auf. Sich mit der Materie zu beschäftigen, sagt er, habe den »Glauben an einen Schöpfergott vertieft.« Was die Theatergruppe zeigen wird, ist etwas daraus Erwachsenes. Dreyer wandelte die Grundlage, in Abstimmung mit dem Autor, in die szenische Lesung um, mit Personen, die als Typen verallgemeinert werden können, und Dialogen, die Spannung erzeugen.

Schwarz-weiße Kleidung lässt die Szene abstrakt erscheinen

Antonia Luitz ist die Jüngste in der Runde der Schauspieler. Sie habe viel Freude am Theaterspielen, daher habe sie das Angebot, die Konfirmandin Evelin zu spielen, gern angenommen, sagt sie. Seit Evelin den Konfirmandenunterricht und regelmäßige Pflicht-Gottesdienste besucht, sind auch bei ihr daheim vermehrt Gespräche über Religion, Kirche und Glauben angesagt. Auf die Anregung der Jugendlichen hin kommen Familienmitglieder und Gäste zusammen und diskutieren über die Schöpfung aus biblischer und naturwissenschaftlicher Sicht. Schwarz-weiße Kleidung, kombiniert mit Kopfbedeckungen, lassen die Szene abstrakt erscheinen.

Die Hobbyschauspieler schätzen es, miteinander ins Gespräch zu kommen über Gott und die Welt. Gut fänden sie, sagen sie, dass dabei Menschen aus mehreren Generationen und Konfessionen zusammenkommen und sich mit Spaß für ein gemeinsames Ziel einsetzen.

Von Nicole Weisheit-Zenz

Aufführungstermin ist der 14. Juni, 20 Uhr, in der Kirche Mainz-Finthen, Huttenstraße 1.

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