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Verabschiedung nach 23 Jahren als Gemeindepfarrer von Hahnstätten

Pfarrer Kuhn-Ristau geht in den Ruhestand

eöa/Bernd-Christoph MaternDer langjährige Gemeindepfarrer Robert Kuhn-Ristau geht in den Ruhestand, Dekanin Renate Weigel verabschiedet ihn.

HAHNSTÄTTEN. Zuletzt betreute der Theologe Kuh-Ristau auch die Kirchengemeinde Kaltenholzhausen mit. Er ist für seine Asyl-Arbeit bekannt.

Das volle Gotteshaus brachte die Verbundenheit des scheidenden Pfarrers mit den Menschen in den Gemeinden zum Ausdruck. »Liebe Gemeinde«, sagte Kuhn-Ristau ganz betont zu Beginn seiner Abschiedspredigt; das habe er so oft gesagt, dass man meinen könne, es sei Normalität geworden. »Aber das war mir immer ernst«, sagte der 62-jährige Theologe, »ich habe es genossen, mit euch zu leben.« Und es sei ein Privileg gewesen, dabei von Gott erzählen zu dürfen. Mit Wasser und einem Blumentopf verdeutlichte er bildlich, wie Gottes Liebe überreich fließt, auch wenn es im Leben einmal dunkel werde, wie er es selbst erlebt hat. Mit Blick auf die biblische Geschichte von der Sintflut verwies er auf die bunten Farben des Regenbogens als ein verbindendes Zeichen zwischen Himmel und Erde. Und er betonte, dass Noah alle Tiere in der Arche mitgenommen habe, unabhängig von deren Fähigkeiten. »Gott weiß, dass keiner perfekt ist«, sagte Kuhn-Ristau.

Helfen, stützen, tragen und nebenbei viel Sport

Dekanin Renate Weigel skizzierte den Werdegang des aus Dienethal stammenden Theologen, erinnerte an Bundeswehrzeit, Heirat, die Geburt der Kinder und insbesondere das berufliche Engagement in der Asyl-Arbeit im Jahr 1996 und eine Studienarbeit zu diesem Thema im Jahre 2016. Kuhn-Ristau habe seinen Blick immer wieder auf die Menschen am Rande der Gesellschaft gerichtet als einer, »der helfen, stützen, tragen will«, sagte Weigel.

Abschied fällt schwer

Einen bewegenden Gruß richtete auch Hahnstättens Ortsbürgermeister Joachim Egert an Kuhn-Ristau. Er beschrieb die persönliche Verbundenheit, die nicht nur ihn mit dem Pfarrer verband. Ein Kind getauft, alle drei konfirmiert und den ältesten Sohn verheiratet – da wurde das vertrauensvolle Wirken Kuhn-Ristaus in die Familien hinein spürbar. Überdies verband den Kirchenmann und den Ortschef ein sportliches Miteinander. Sei es beim Radfahren, Basket- oder Volleyball. So schwer der Abschied als Gemeindepfarrer falle, tröste ihn dann doch, dass Kuhn-Ristau der Gemeinde hoffentlich als Bürger erhalten bleibe. Weigel teilte den Gästen mit, dass Pfarrer Urs Michalke ab September die Vakanzvertretung übernimmt. Michalke kommt aus dem Rhein-Lahn-Kreis und war zuletzt Auslandspfarrer in Italien. esz/mat

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