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Behinderung

Schwieriger Einstieg in den Beruf

eöa / Peter BongardMary M. liebt es, die gelben Frotteetücher ordentlich zusammenzulegen. Dabei ist sie guter Laune.

Hachenburg . Einen Beruf zu finden, der einen ausfüllt, ist nicht leicht. Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist dies sogar noch ungemein schwerer. Oft suchen sie jahrelang, viele geben frustriert auf. Mary M. nicht.

Die Berge von Frotteetüchern sehen nach Arbeit aus. Aber Mary M. mag ihren Job: das Falten und Legen der Tücher und die anderen Dinge, um die sie sich in der Hachenburger Wäscherei »Delfin« kümmert. »Ich fühle mich hier sehr wohl und komme jeden Morgen mit einem Lächeln durch die Tür«, erzählt sie. Man nimmt ihr das ab. Denn es hat ein paar Jahre gedauert, bis sie dort ihren Platz gefunden hat. Die 21-Jährige hat eine Lernbehinderung und absolvierte zunächst Praktika in einem Pflegeberuf. Aber dort war sie überfordert – außer in der Wäscherei einer Einrichtung.

Eine große Hilfe

Mit Hilfe des Diakonischen Werks verfolgte sie diesen Weg weiter und bekam schließlich einen Praktikumsplatz bei »Delfin«, aus dem inzwischen ein fester Job geworden ist. »Unterstützte Beschäftigung« nennt sich das Programm des Diakonischen Werks Westerwald, das Menschen wie Mary M. bei der Suche nach dem richtigen Beruf zur Seite steht. Es hilft Männern und Frauen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Viele trauen sich nicht

Die »Unterstützte Beschäftigung« begleitet die Betroffenen wenn nötig über mehrere Jahre. Zunächst arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie die Stärken ihrer Klienten heraus. »Denn viele trauen sich wegen ihrer Beeinträchtigungen zu wenig zu oder kennen ihre Fähigkeiten nicht«, sagt Anna Lüdemann.

Regelmäßige Besuche

Außerdem hilft das Diakonieteam bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz und begleitet die Klienten auch darüber hinaus: »Wir besuchen regelmäßig die Betriebe; schauen, was die Menschen vor Ort und an ihrem speziellen Arbeitsplatz brauchen und stehen in engem Kontakt mit den Arbeitgebern«, sagt Martina Schaar, Mitarbeiterin im Projekt. Von Peter Bongard/esz

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