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Plastik

So ganz ohne Folie geht es eben nicht

Foto: eöa / Peter BongardPentaplast: Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche haben im Rahmen der Reihe »Wir machen Türen auf« nun das Montabaurer Unternehmen Klöckner Pentaplast besucht.

Montabaur . Meist werfen wir Folien nur achtlos in den Müll. Dabei ist ihre Herstellung gar nicht so einfach. In Montabaur sitzt ein großes Unternehmen, das sich auf deren Produktion spezialisiert hat.

Obwohl sie gerade in den vergangenen Jahren in Verruf geraten ist, ist sie manchmal eben unverzichtbar: die Kunststoffverpackung. Das Montabaurer Unternehmen Klöckner Pentaplast stellt seit 1965 Folien her, in denen später Dinge vor Umwelteinflüssen geschützt werden – etwa Tabletten, Elektronikartikel oder Nahrungsmittel.

Vom Granulat zur Folie

Nun haben Mitarbeitende des Dekanats Westerwald, des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie Besucher aus anderen Dekanaten den Betrieb besichtigt und den Weg vom Granulat zur Folie kennengelernt.

Schön, nötig oder überflüssig?

Der Besuch bei Klöckner Pentaplast ist Teil der ZGV-Reihe »Wir machen Türen auf«, die in diesem Jahr unter dem Motto »Verpackung – schön, nötig, überflüssig?« steht und die zu mehreren Betriebsbesichtigungen in Hessen und Rheinland-Pfalz eingeladen hat.

Global Player aus der Region

In Montabaur lernen die rund 30 Gäste einen Global Player kennen: Klöckner Pentaplast besitzt inzwischen 35 Produktionsstandorte in 18 Ländern und hat einen jährlichen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Die Produkte des Unternehmens: Folien und Speziallösungen, unter anderem für Medikamente und Lebensmittel. »Wir stellen zum Beispiel Tablettenblister, Joghurtbecher, Möbeldekorfolien oder Folien für Kreditkarten her«, erläutert Werksleiter Stefan Hoffmann zu Beginn der Besichtigung.

Dabei ist »herstellen« eigentlich nicht ganz korrekt. Denn die Firma ändert im Grunde nur den Aggregatzustand der Rohmaterialien wie PVC oder PET: Diese Stoffe werden als Pulver oder Granulat angeliefert und in den riesigen Maschinen zu Folien verarbeitet, die dann wiederum als Ausgangsmaterial für Verpackungen weiterverkauft werden.

Und die Ökobilanz?

Auch das Thema Nachhaltigkeit hat Klöckner Pentaplast im Blick – nicht nur in ökologischer Hinsicht, etwa in Form von individuellen Ökobilanzen, die von Kunden und für jedes Produkt abgerufen werden können. Sondern auch, was die Arbeitsbedingungen angeht: Der Betrieb bietet seiner Belegschaft eine solide Altersvorsorge und ein umfassendes Gesundheitsmanagement in Form von kostenlosen Fitnessstudiobesuchen und sogar regelmäßigen Massagen an. Deshalb halten sich auch die Nachwuchssorgen bei Klöckner Pentaplast in Grenzen – »obwohl auch wir spüren, dass junge Menschen immer weniger Lust auf Schichtbetrieb haben«, sagt Stefan Hoffmann.Peter Bongard

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Ihre Ansprechpartnerin

Renate Haller (rh)
Chefin vom Dienst

Tel.: 069 / 92107-444
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