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Versailles

Späte Freunde

dpa/Kurt Rohwedder, AP-Photo; gettyimage/Oleksii LiskonihSzenen einer Freundschaft: Lange galten Deutschland und Frankreich als Erbfeinde, daran änderte der Friedensvertrag von Versailles vor 100 Jahren nichts. Erst Jahrzehnte später legten Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Präsident Charles de Gaulle mit dem Élysée-Vertrag den Grundstein für eine lange währende Freundschaft (oben von links: Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, Valéry Giscard d’ Estaing und Helmut Schmidt; unten von links: François Mitterrand und Helmut Kohl, Emmanuel Macron und Angela Merkel).

Als Friedensvertrag angelegt, von den Besiegten aber als Demütigung empfunden. Die Unterzeichner des Vertrags von Versailles waren sich in der Bewertung nicht einig.

Als Deutschland unter Murren am 28. Juni 1919 im Schloss Versailles den Friedensvertrag unterzeichnete, endete offiziell der Erste Weltkrieg. Deutschland fühlte sich durch den Vertrag gedemütigt, vor allem durch Paragraf 231, der dem Land die Alleinschuld am Ausbruch des Krieges zuwies. Aber auch die Reparationszahlungen und die Gebietsverluste waren Gründe dafür, dass Historiker den Friedensvertrag von Versailles als ersten Schritt hin zu einem neuen Krieg beurteilten.

Zwar sollte es so auch kommen, aber heute weisen Historiker darauf hin, dass die Demütigung der Deutschen bei den Vertragsverhandlungen nicht im Vordergrund stand.

Dennoch: Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung ahnte niemand, dass rund 44 Jahre später, am 22. Januar 1963, der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle in Paris den Élysée-Vertrag unterzeichnen würden. Mit dem Vertrag legten die beiden Länder nach zwei Weltkriegen und langer Feindschaft den Grundstein für eine enge Verbundenheit.

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