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Frankfurter Kirche

Stadtdekan plädiert für eine Welt voller Respekt

eöa/Rolf OeserStadtdekan Achim Knecht (Mitte) nach seiner Wiederwahl mit Präses Irmela von Schenck (links) und Propst Oliver Albrecht (rechts).

Frankfurt. Die Herausforderungen, die auf die Kirche zukommen, sind immens. Wie kann sie sich aufstellen als Minderheitenkirche in Frankfurt und Offenbach? Stadtdekan Achim Knecht hat dazu viele Ideen.

Stadtdekan Achim Knecht bleibt an der Spitze der Frankfurter evangelischen Kirche. Das evangelische Kirchenparlament Frankfurt und Offenbach hat den 61-jährigen Theologen mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Er erhielt 110 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und zehn Enthaltungen. Achim Knecht ist seit 1. September 2014 im Amt, die neue Amtsperiode beginnt im kommenden Jahr und endet bereits 2023 mit seinem Eintritt in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren hat Knecht maßgeblich das Zusammengehen der Dekanate Frankfurt und Offenbach organisiert.

Ökumenische Zusammenarbeit

Vor seiner Wahl hatte sich Achim Knecht den Synodalen präsentiert: »Evangelische Kirche muss sich in den gesellschaftlichen Kontext einbringen, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden will. Ich stehe auch in Zukunft für eine Kirche, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen stellt und diese mitgestaltet.« Knecht sprach sich für eine Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit aus: »Es ist an der Zeit, Kirchen und Gemeindehäuser in den Stadtteilen gemeinsam zu nutzen.« Er habe mit seinem katholischen Kollegen Johannes zu Eltz »auch eine gegenseitige Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl im Blick. Ökumene ist keine Aufgabe unter vielen anderen. Sie ist für die Kirche wesentlich. Wir können zukünftig nur gemeinsam, ökumenisch, evangelische und katholische Kirche in der Stadt sein«, sagte der Stadtdekan.

Selbstbewusst auftreten

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen sprach er sich für ein selbstbewusstes Auftreten als Minderheitenkirche in einer säkularen, multikulturellen und auch multireligiösen Stadtgesellschaft aus. In Zeiten, in denen auf der einen Seite die Mitgliederzahlen zurückgingen, Kirche aber auf der anderen Seite als Gesprächspartner in der Stadt gefragt und ein starker Akteur im Sozialen sei, sei es nötig, sich selbst zu reflektieren. Es gelte, sich zu fragen, was es für unser Verständnis von Kirche in der Stadt zu bedeuten habe, dass werktags mehr Menschen bezahlte Arbeit in der Kirche leisten, als an einem durchschnittlichen Sonntag in den Gottesdienst gehen? Gleichzeitig engagierte sich eine große Zahl von Menschen in übergemeindlichen Bereichen, ohne Mitglied in der Kirche zu sein oder dies sein zu wollen. Von Stefanie Bock

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