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Herschel Grynszpan

Tat eines Verzweifelten

epd/akg-imagesErkennungsdienstliche Fotos des Attentäters Herschel Grynszpan von der Pariser Polizei vom 14.11.1938. Weil seine jüdische Familie nach Polen abgeschoben wurde, erschießt der 17-Jährige am 7. November 1938 in der deutschen Botschaft in Paris den Legationsrat Ernst vom Rath.

Als der 17-jährige Herschel Grynszpan erfährt, dass seine Familie aus Deutschland abgeschoben wird, greift er zur Waffe. Sein Opfer in Paris ist ein deutscher Diplomat. Die Tat hat schwerwiegende Folgen.

Die Familie von Herschel Grynszpan war 1911 aus dem zaristischen Russland vor Armut und Pogromen geflüchtet. In Deutschland lebt sie in bescheidenen Verhältnissen. 1935, mit 14 Jahren, verlässt der Sohn Herschel die feindliche Atmosphäre in Deutschland und geht zu seinem Onkel nach Paris. Dort erfährt er durch eine Postkarte seiner Schwester Anfang November 1938, dass seine Familie auf brutalste Weise aus Deutschland abgeschoben wurde. 17 000 polnischstämmige Juden wurden in schwer bewachte Eisenbahnwaggons gesetzt und im Niemandsland an der polnischen Grenze auf offener Strecke hinausgejagt.

Herschel Grynszpan, 17 Jahre alt, ist verzweifelt. In einem Akt der spontanen Rache kauft er eine Pistole und geht zur deutschen Botschaft in Paris. Dort erschießt er den Legationsrat Ernst vom Rath. Eine Tat, die die Nazis propagandistisch ausschlachten.

Joseph Goebbels hält eine Brandrede und macht eine jüdische Weltverschwörung für den Anschlag verantwortlich. Am 9. November brennen die Synagogen. Mehr als 1300 Menschen werden getötet.

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