Evangelische Sonntags-Zeitung

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der Evangelischen Sonntags-Zeitung zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Neustart der Chöre

Unverwechselbarer Klang der Stimmen

eöa/Hilke WiegersMit viel Abstand zueinander, aber doch beisammen: die Kantorei St. Katharinen in Oppenheim.

Wiesbaden/OPPENHEIM. Gemeinsames Üben ist wichtig für die Chorkultur. Lange ging das nicht. Aber nun starten viele Chorproben wieder – natürlich mit einem Sicherheitskonzept, aber das hat mitunter sogar Vorteile.

Endlich wieder richtige Menschen beim Singen und kein Computerbildschirm«, sagt Rouwen Huther. Der Stimmbildner an der Singakademie Wiesbaden mit Sitz an der Lutherkirche zeigt sich erfreut, dass singfreudige Kinder und Jugendliche noch einmal zusammenkommen – unter Beachtung aller Abstands- und Hygieneregeln. Mit einem Konzept hat die Singakademie, an der mittlerweile nahezu 250 Kinder teilnehmen, drei Tage mit Einzel- und Kleingruppenproben ermöglicht.

Ersatzproben per Video

Seit Beginn der Corona-Pandemie waren Proben von Chören und Orchestern nahezu unmöglich. Zumindest Proben mit realer Zusammenkunft. Ersatzproben auf der Videoplattform Zoom waren zwar ein gewisser Ersatz, aber auf Dauer nicht das Gelbe vom Ei. Aber mittlerweile nehmen viele Gruppen ihre gemeinsamen Proben wieder auf. Da das Virus noch lange nicht besiegt ist, tun sie das mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

Im Schatten der Katharinenkirche

Und die haben sogar manchmal ihre Vorteile. So probt nicht nur der Chor der Kirchengemeinde Oppenheim, die Kantorei St. Katharinen, sondern auch das Bläserensemble St. Katharinen unter der Leitung von Propsteikantor Ralf Bibiella derzeit unter freiem Himmel im Schatten der Katharinenkirche.
Auf dem großzügigen Kirchplatz mit vorgeschriebenem Abstand zu singen und zu spielen, ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Sängerinnen und Sänger wie für die Blechbläser. Dabei reflektiert das Kirchengebäude den Klang. Gleichzeitig wird die Musik in das städtische Umfeld der Kirche getragen.

Viele Räume zu haben, ist von Vorteil

An der Wiesbadener Singakademie kamen die Kinder und Jugendlichen zumindest zu einigen Probentagen wieder zusammen. Die Lutherkirche ist in der glücklichen Lage, genug Räumlichkeiten zur Verfügung zu haben, so dass immer parallel drei Übungseinheiten liefen. Für Lüftung der Räume, Desinfektionsmittel und genügend Abstand zwischen den Stimmbildnern sowie den jungen Sängerinnnen und Sängern war gesorgt. Dazu leiteten Kantor Niklas Sikner und Chorleiter Jud Perry abwechselnd im Innenhof der Kirche kleine Ensembleproben.

Proben sind entscheidend für Erhalt der Chorkultur

Die Musiker in Oppenheim zeigen sich erleichtert darüber, dass Begegnungen von Angesicht zu Angesicht wieder möglich sind – wenn auch mit zeitlicher Einschränkung und mit reichlich Distanz zueinander. »Wir sind alle froh, dass diese Zeit vorbei ist, in der nichts ging«, erklärt Kantor Bibiella. Es sei entscheidend für den Erhalt Chorkultur, dass die Chöre nun wieder proben könnten. »Ein Chor lebt davon, dass die Vokalfarben der Sänger und Sängerinnen die gleichen sind, dass der Chor also einen homogenen Klang besitzt, und das kann ich nur analog erreichen und nicht im Rahmen einer Zoom-Konferenz«, erläutert Bibiella.
esz/ Hilke Wiegers/nis

Diese Seite:Download PDFDrucken

Ihre Ansprechpartnerin

Renate Haller (rh)
Chefin vom Dienst

Tel.: 069 / 92107-444
E-Mail

to top