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Papiermodell

Verein verteilt Bastelbögen der Gießener Johanneskirche

Foto: Thomas Wißner Wolfgang Launspach, der Schatzmeister des Fördervereins der Johanneskirche, will mit einem Bastelbogen den Bekanntheitsgrad des Gotteshauses steigern.

GIESSEN. Wer die Kirche einmal gebastelt hat, vergisst sie nicht mehr. Wohl deshalb hat der Förderverein Johanneskirche derzeit besonders Kinder und Jugendliche im Blick.

Die Johanneskirche ist zwar die größte protestantische Kirche in Gießen und hat mit einer Höhe von 72 Metern den höchsten Kirchturm der Universitätsstadt zu bieten, doch wenn es darum geht, die bekanntesten Gebäude der Stadt aufzuzählen, dann kommen hier erst einmal Mathematikum, Liebig-Museum, Elefantenklo und eventuell sogar noch der Stadtkirchenturm. Das mittlerweile 126 Jahre alte Kirchenbauwerk inmitten der Stadt steht noch hinten an.

Noch, denn der Förderverein Johanneskirche hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Bekanntheitsgrad dieses hessischen Kulturdenkmals zu steigern. Bei Kindern und Jugendlichen will er das mit Hilfes eines Bastelbogens erreichen, wie Wolfgang Launspach berichtet. Der Schatzmeister des Fördervereins hat sich des jüngsten Projekts des engagierten Fördervereins angenommen und präsentiert auch das Modell vor dem in einem historistischen Mischstil aus Gotik und Renaissance errichteten Original.

Ausgetüfteltes System

Um Schüler und Schulen darauf aufmerksam zu machen, stellt der Förderverein die Bastelbögen im Maßstab 1:200 für den Unterricht zur Verfügung. Das System dazu ist ebenso ausgetüftelt wie der auf sieben Kartonbögen mit 24 Bauteilen versehene Bausatz selbst: Den Bastelbogen gibt es zum Preis von zehn Euro im Kirchenladen und in der Alpha-Buchhandlung zu kaufen. Mit dem Verkaufserlös wird die kostenlose Verteilung an Schulklassen finanziert.

Launspach war kürzlich an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim und hat dort den Kindern der Schülerbetreuung einen Satz Bastelbögen vorbeigebracht – und dem Lehrer eine DVD überreicht. Auf der sind die einzelnen Bastelschritte zu sehen, samt einer Kurzversion des Films zum 125-jährigen Jubiläum der Kirche 2018. Die Pappkirche findet sich auch in der Schalterhalle der Filiale der Volksbank Mittelhessen gegenüber der realen Kirche. Angefertigt hat die Bögen das Ehepaar Grube vom Verlag M P.

Turmkreuz darf nicht fehlen

Dem Bastelbogen beigefügt ist ein Blatt mit Hinweisen, wie der Zusammenbau gelingt. So empfiehlt es sich beispielsweise, das Turmkreuz nach dem Ausschneiden unten mit einem Zahnstocher zu öffnen, um es dann auf die Turmspitze stecken zu können. Natürlich darf das Kreuz mit dem goldenen Hahn auf der Kirchturmspitze nicht fehlen. Auf den Boden des Modells kann zudem ein Blatt geklebt werden, auf dem die Geschichte der Johanneskirche für Kinder verständlich nacherzählt ist.

Während die Schüler in Heuchelheim fragten, ob man denn die Johanneskirche auch einmal besuchen könne, haben dies die Schüler der Gallusschule in Grünberg bereits getan. Bei ihrem Besuch informierten Launspach und der Fördervereins-Vorsitzende Klaus Richard Arnold über die Kirchengeschichte. Die Kinder bekamen einen Einblick in ansonsten verborgene Räume, und Johannes-Kantor Christoph Koerber ließ die Orgel ertönen.

Thomas Wißner

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