Evangelische Sonntags-Zeitung

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ABC des Glaubens

Ökumene ...

kommt aus dem Griechischen und bezeichnet ursprünglich den ganzen bewohnten Erdkreis. Das Evangelium gilt aller Welt. So wurde Ökumene zum Namen für die Kirche, die den Erdkreis umspannt. Kaiser Konstantin machte das vormals verfolgte Christentum im 4. Jahrhundert zur privilegierten Religion im römischen Reich. Als »ökumenisch« galt nun, was die Konzilien des 4. bis 8. Jahrhunderts als verbindlich zu glauben festlegten. Diese Ökumene zerbrach: Im Jahr 1054 mit der Entzweiung zwischen der oströmischen, heute orthodoxen und der weströmischen, heute katholischen Kirche. Im 16. Jahrhundert mit der Reformation. Neuen Elan und Esprit bekam die ökumenische Bewegung auf der Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh. Sie führte 1948 zur Gründung des »Ökumenischen Rates der Kirchen«. Wie können Christen das Gemeinsame des Glaubens leben, ohne die Unterschiede zwischen den Konfessionen gleichzumachen? Leitend dafür ist heute der Gedanke von der »Einheit in versöhnter Verschiedenheit«. Der Sonntag Exaudi ist mit dem Bittgottesdienst um die Einheit der Kirche verbunden.

Opfer

Im Alten Testament ist an vielen Stellen von einem Opferkult zu lesen. Tiere werden geopfert, das heißt, auf den Altar gelegt und verbrannt. Gott wird eingeladen, Gast unter den Menschen zu sein. Der Opferaltar wird Ort der persönlichen Gottesbegegnung. Der Mensch drückt so seine Dankbarkeit und Ehrfurcht gegenüber Gott aus. Er richtet sich auf Gott aus. Mit Menschenopfern macht Gott in der Bibel Schluss. Er stoppt Abraham, als der seinen Sohn opfern will. Die Propheten im Alten Testament üben sogar generell Kritik am Opferkult. »An euren Speisopfern habe ich kein Gefallen«, spricht Gott im Prophetenbuch Amos. Gott fordert statt einem Opfermahl: »Sorgt lieber dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt!«

Ostern

Ohne Ostern kein Christentum. Ohne Ostern wäre die Jesus-Bewegung mit ihrem Begründer am Kreuz gestorben. Vielleicht hätte man sich an den Mann aus Nazareth erinnert wie an andere fromme Menschen und Wundertäter. Doch darüber hinaus wäre er ohne Bedeutung geblieben. Noch unterm Kreuz sagt ein römischer Hauptmann: So stirbt kein Mensch. Dieser ist wirklich Gottes Sohn gewesen! (Markus 15,39) Das bestätigt der Ostermorgen: Gott weckt Christus von den Toten auf. Der Tod ist tot, das Leben lebt. Das ist die Glaubenserfahrung der ersten Jüngerinnen und Jünger, die bis heute weitergeht.

Osterzeit..

ist mit Ostern lange nicht vorbei. Sie dauert – wie die Passions- und Fastenzeit vor Ostern – sieben Wochen lang. Die 50 Tage zwischen Ostern und Pfingsten sind wie ein einziger großer Festbogen. In der Bibel ist der auferstandene Jesus den Jüngern nicht nur einmal erschienen. Er kommt und geht, ist ebenso plötzlich präsent wie wieder verschwunden. An die Begegnungen mit ihm erinnern die Festwochen der Osterzeit. Jeder Sonntag nach Ostern hat einen lateinischen Namen, meist nach den Anfangsworten des Leitverses zum Psalm so wie »Misericordias Domini« für »Die Erde ist voll der Güte des Herrn« (Psalm 33).

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