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Andacht

Für Kleine und Große

Vergnügen bereiten – das ist eine der schönsten Beschreibungen für Gottesdienst

epd-bild / Jens SchulzeKinder und Erwachsene feiern gemeinsam Gottesdienst, hier bei einem Tauffest im evangelischen Kloster in Barsinghausen in Niedersachsen.

privat/Archiv MedienhausNatalie Ende ist Pfarrerin im Referat Gottesdienste mit Kindern im Zentrum Verkündigung der EKHN.

»Das war ein sehr vergnüglicher und inspirierender Gottesdienst. Eine gute Entscheidung«, erzählt mir eine Freundin, die bei mir über das Wochenende zu Besuch war. Ich musste am Sonntag weg, und sie wollte gerne einen Gottesdienst besuchen. Für sie lag es nahe, in meine Stadtteilkirche zu gehen. Doch nach einem Blick in den Gemeindebrief hat sie gezögert: Gottesdienst für Kleine und Große mit Taufe und Tauferinnerung. Da sind sicher viele Kinder mit ihren Eltern zu erwarten. Hat sie darauf Lust? Würde das nicht zu unruhig werden? Lieber doch einen Gottesdienst mit überwiegend Erwachsenen suchen? Sie hat sich für »Kleine und Große« entschieden. Es ist so richtig vergnüglich und inspirierend geworden. Es gibt kaum eine schönere Beschreibung für einen guten Gottesdienst: vergnüglich. Vergnügen bereiten heißt, eine Freude zu machen und zufriedenzu- stellen. Mit diesem Gefühl der Zufriedenheit oder – etwas altmodisch ausgedrückt – mit einem befriedeten Herzen ist meine Freundin in den weiteren Sonntag gegangen, inspiriert und berührt von den Gedanken zur Taufe.

Sie erzählt: Zur Tauferinnerung konnten alle zum Altar kommen und bekamen ein Wasserkreuz auf die Hand. Sie stand gleichzeitig mit einem etwa vierjährigen Mädchen vorne. Beide streckten ihre Hand aus. Die kleine und die große Hand nebeneinander. Die eine reckte sich nach oben, die andere beugte sich etwas herunter. Als sie ihre Wasserkreuze empfangen hatten, legte das Mädchen feierlich ihre Hand auf die große Hand, als sollten sich die beiden Kreuze berühren.

Ein Gottesdienst darf vergnüglich sein. Und ein generationenverbindender Gottesdienst kann Menschen jeden Alters Freude bereiten und Tiefe haben. Wir brauchen am Sonntagmorgen viel mehr davon.

Tragt einander eure Lasten und erfüllt so das Gesetz des Messias, schreibt Paulus im Brief an die Galater. Tragt einander. Wie sollen wir einander unsere Lasten tragen, wenn wir nicht miteinander Gottesdienst feiern? Es kann vergnüglich sein, wenn wir von Leni mitkriegen, wie schwer es ist, laufen zu lernen und gleichzeitig den Teddy zu tragen. Es kann berührend sein, von Benjamin den ersten Liebeskummer und von seiner Tante die Aufregung um einen Umzug mitzubekommen.

Wenn die Oma von Leni mit ihrem neuen Rollator kommt und ihn nicht aus Scham zu Hause lässt, können wir alle stolz sein. Und wenn die fünfjährigen Zwillinge einander beim Abendmahl das Brot reichen, dann fühlen wir die Gemeinschaft der Christinnen und Christen. So tragen wir einander und erfüllen das Gesetz des Messias, einfach beim Gottesdienstfeiern. Und da geht es oft lebendig zu, nicht immer leise, oft inniglich und hoffentlich vergnüglich.

Am Ende stehen alle da, in bunter Reihe, mit geöffneten Händen und Herzen: Gott segne und behüte dich.

Von Natalie Ende

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