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Andacht

Sieben Wochen ohne Pessimismus

Drohungen oder gar Panikmache helfen wenig – Zuversicht wirkt wesentlich stärker

getty imagesMit Zuversicht ins nächste Abenteuer! Kinder können so wunderbar unbeschwert sein.

Anke Roith-Seidel Susanne Breit-Keßler ist Vorsitzende des Kuratoriums von »Sieben Wochen ohne«.

Ist das Glas halb voll oder halb leer? An der Antwort auf diese Frage erkennt man angeblich Optimisten oder Pessimisten. Aber so einfach ist es nicht, denn es stimmt beides: Die Hälfte des Getränks befindet sich im Glas, die andere ist bereits getrunken. Oder komplizierter: Das Gefäß ist umgekippt, man hat es sich gerade noch geschnappt und den Rest gerettet. Solche Differenzierung ist heutzutage nicht eben beliebt.

Die Menschen sollen sich fürchten vor der Zukunft, wird ihnen zugeraunt. Mehr noch: Es wäre gut, wenn sie panisch würden. Die, die mit weit aufgerissenen Augen Unheil prophezeien, erwarten sich von Drohungen eine Verhaltensänderung. Das allerdings ist langfristig gedacht ein Irrtum. Im besten Fall ernten sie Trotz nach dem Motto: Jetzt erst recht! Schlimmer noch: Menschen voller Angst sind nicht empfänglich für mögliche und nötige Veränderungen.

Manchmal verlieben sie sich angesichts der komplexen Probleme der Gegenwart in simple Lösungen. Oder sie radikalisieren sich. Wer das Gefühl hat, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, wird leicht aggressiv. Purer Pessimismus ist von Realitätsbewusstsein zu unterscheiden. Er ist ein Problem, keine Lösung. Denn wer sich dem Pessimismus verschreibt, der ist enttäuscht von dieser Welt und verliert jede Hoffnung.

Die Bibel mit all ihren aufregenden Geschichten und Texten lenkt den Blick auf die komplexen Realitäten des Lebens. Damit sollen und können sich Christen auseinandersetzen. Und zwar kritisch, nachdenklich, gelegentlich auch zweifelnd oder frohgemut und leichten Sinnes. Aber eben ohne anhaltenden Pessimismus, sondern mit getroster Zuversicht. Und mit der nötigen optimistischen Demut.

Gott ist Mensch geworden, um uns barmherzig, gütig und mit seinem kreativen Geist zur Seite zu stehen – nicht, auf dass Menschen sich selber zu Göttern und Göttinnen machen, die über die Zukunft bestimmen. Sondern damit sie genau hinschauen, was im Blick auf ihr Leben und das anderer nicht stimmt, was in Gesellschaft und Welt für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung konstruktiv getan werden muss.

Schwungvolle Zuversicht, Gottvertrauen voller Elan werden uns selbst, diese Welt und ihre Menschen eher verändern als alle Unkenrufe. Wir brauchen einen hellwachen Geist und ein mitfühlendes Herz, damit wir die Wirklichkeit wahrnehmen, wie sie ist, und uns nach den Möglichkeiten umtun, mit denen wir sie erhalten können. Der christliche Glaube macht mopsmobil!

Aber eben nicht, weil es Menschen alleine sind, die über diese Welt und ihren Zustand zu befinden haben. Jesus Christus ist der Herr – und auf ihn darf sich ein zuversichtliches Engagement beziehen. Die neue Fastenaktion von »Sieben Wochen ohne« möchte einen Kontrapunkt setzen zu den mannigfaltigen Versuchen, die Welt Grau in Grau oder ausschließlich vor einem finsteren Hintergrund zu sehen.

Christenmenschen vertrauen auf Gott, der diese Welt in Händen hält. Von ihm erwarten sie Inspiration, Kraft und Durchhaltevermögen, wenn es darum geht, das, was Menschen und der Schöpfung schadet, zum Guten hin zu verändern. Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus – das ist der Elan, mit dem unsereins in die Fastenzeit gehen kann, um das Leben aus einer neuen, hoffnungsvollen Perspektive heraus zu betrachten. Von Susanne Breit-Keßler

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Bibelwort des Tages
Losung und Lehrtext für Freitag, 21. February 2020
Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen. Und der Mensch gab einem jeden seinen Namen. 1. Mose 2,19.20
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Matthäus 6,26
Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Seeger (as)
Theologische Redakteurin

Tel.: 069 / 92107-454
E-Mail

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