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Ökumenisch und interreligiös


»Franziskus ist radikal«

Picture-AllianceKirche ohne Berührungsängste. Das Ideal des Papstes, sagt Kardinal Kasper.Kirche ohne Berührungsängste. Das Ideal des Papstes, sagt Kardinal Kasper.

Kardinal Kasper über die Vision des Papstes von Kirche und Ökumene • Von Martin Vorländer

Vor dem Papst kommt Martin Luther. »Was können Katholiken von der Reformation lernen?«, fragte provokativ der Jesuiten-Rektor Ansgar Wucherpfennig in seiner Begrüßung zu dem Akademievortrag mit Walter Kardinal Kasper in der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt. »Gott will der katholischen Kirche durch die Reformation etwas sagen«, rief Wucherpfennig in die überfüllte Aula der Hochschule, als müsste er Proteststürme übertönen. An der existenziellen Wortgewalt Luthers käme die katholische Kirche nicht vorbei. Darum werde die Jesuiten-Hochschule mit eigenen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum 2017 beitragen.
Dieser Auftakt schien Kardinal Kasper herauszufordern. »Ich spreche heute nicht über Luther. Ich spreche über den Papst«, stellte er zu Beginn seines Vortrags fest – und kam trotzdem auf die Ökumene zu sprechen. »Der Leib Christi ist größer als die katholische Kirche«, so Kasper. Bislang sah sich Rom als Mittelpunkt, um den die anderen Konfessionen kreisen. Franziskus stelle sich Einheit anders vor und gebrauche dafür das Bild eines Polyeders: die Figur aus der Geometrie, die aus vielen Flächen und Ecken ein Ganzes bildet.
»Caminando« sei ein Lieblingsbegriff von Franziskus, so der Vatikankenner und Papstvertraute. Christen seien gemeinsam auf dem Weg der Einheit. Dabei sei der Papst neben der Ökumene mit Orthodoxen und Protestanten besonders aufgeschlossen für die weltweit starke Bewegung der Evangelikalen und Pfingstkirchen.
Die Ökumene im 21. Jahrhundert sehe Franziskus in der »Einheit der Märtyrer«. Christen würden in vielen Ländern verfolgt, »egal ob sie katholisch, evangelisch oder orthodox sind«. Kasper sagte: »Wir haben noch nicht die eine Kirche. Aber wir haben die eine Christenheit, die für die Armen der Welt eintreten muss.«
»Papst Franziskus passt in kein Schema«, charakterisiert Kasper den ersten Lateinamerikaner Roms. Die einen sähen in Bergoglio den großen Reformer. »Den anderen gefällt dieser Papst nicht, weil er zu sehr gefällt.« Franziskus lasse sich jedoch nicht in die Kategorien »progressiv« oder »konservativ« einordnen, so der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Franziskus verstehe die Kirche »radikal« vom Evangelium her. Radikal im Wortsinn: Der Papst wolle die Kirche zu den Wurzeln des christlichen Glaubens zurückführen.
Diese sehe der frühere Erzbischof aus Argentinien in der Freude des Evangeliums. Franziskus kritisiere die »Freud- und Schwunglosigkeit der Kirche und der Gesellschaft«. Ursache der Freude sei die Barmherzigkeit Gottes, das »zentrale Thema des jetzigen Pontifikats«. »Gott gibt keinen Menschen auf. Gott lässt keinen Menschen fallen.« Mit dieser Botschaft erreiche Franziskus die Herzen.
Die Kirche dürfe »keine sich selbst bejammernde oder sich selbst feiernde Kirche« sein. »Lieber eine Kirche, die sich vor den anderen verbeugt, als eine Kirche der Reinen – da würden wir ja alle nicht dazu gehören«, sagte Kasper und der Saal schmunzelte. Laut Franziskus müsse die Kirche zu den Peripherien des Lebens aufbrechen. Das bedeute für den Oberhirten aus der multikulturellen Megapolis Buenos Aires, Kirche müsse sich vor allem um die Armen kümmern. Der erste Papst aus der südlichen Hemisphäre nehme ernst, dass »mehr als die Hälfte aller Christen arme, hungernde Menschen« seien. Franziskus sei überzeugt: »Die Revolution der Zärtlichkeit und der Liebe kann die Welt verändern.«
Papstamt und Kirche bräuchten eine »conversión«, fordert Franziskus. Das werde in Deutschland viel zu lasch mit »Neuorientierung« übersetzt, kritisierte Kasper. »Conversión« bedeute Bekehrung. Das päpstliche Postulat nach »conversión« klingt vertraut. Bei Evangelischen heißt es »ecclesia semper reformanda«. Reformation braucht es immer. 

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Von den Christen und ihren Lügen über Juden

epd-bildKirche und Synagoge. Die beiden Frauenfiguren an einem Portal des Straßburger Münsters sind um 1230 nach Christus entstanden.Kirche und Synagoge. Die beiden Frauenfiguren an einem Portal des Straßburger Münsters sind um 1230 nach Christus entstanden. Die Kirche steht aufrecht, mit offenen Augen. Auf dem Haupt hat sie eine Krone. In Händen hält sie Kreuz und Abendmahlskelch als Zeichen des Heils. Der Kopf der Synagoge ist gesenkt, ihre Krone zu Boden gefallen, ihr Stab abgebrochen. Ihre Augen sind verhüllt: Sie erkennt Jesus nicht als den Messias. Die beiden Figuren sind steinerne Zeuginnen der Jahrhunderte alten Feindschaft von Christen gegen Juden.

Der Antijudaismus im Christentum ist Jahrhunderte alt. Er nimmt seinen Anfang im Neuen Testament • Von Martin Vorländer

Schon im Neuen Testament werden Juden verteufelt. Der historische Hintergrund: Die kleine Schar der ersten Christen kam selbst aus dem Judentum. Sie wurden drangsaliert und verfolgt. Dann stieg die Kirche zur Staatsreligion auf. Die Aussagen des Neuen Testaments, in bedrängter Situation geschrieben, wurden nun zu Waffen, um ‧Juden zu verfolgen. 

Im Alten Brückenturm in Frankfurt, unweit der damaligen Judengasse, gab es ein Wandgemälde aus dem Mittelalter. Es war bis zum Abriss des Brückenturms 1801 eine der touristischen Attraktionen der Stadt. Der Name des Gemäldes ist ebenso schrecklich wie sein Motiv: die Frankfurter »Judensau«. Es zeigte einen Rabbiner, der verkehrt herum auf einer Sau reitet. An ihren Zitzen saugt ein junger Jude, ein weiterer an ihrem Hinterteil. Daneben steht der Teufel. Eine Jüdin reitet auf einem Ziegenbock, Symboltier des Teufels. Außerdem war der verstümmelte Leichnam des Kindes Simon von Trient zu sehen, der angeblich einem Ritualmord durch Juden zum Opfer gefallen war. 

Solche widerlichen Darstellungen gab und gibt es in Erfurt, Magdeburg, Wittenberg und Köln, am Regensburger und am Bamberger Dom. Die Botschaft ist klar: Wer Schwein und Juden bildlich zusammenbringt, will eine verwandtschaftliche, unreine Beziehung unterstellen. Das Motiv ist ein mittelalterlicher Vorläufer des Antisemitismus. Nur ein Beispiel dafür, wie Christenmenschen lange auf Menschen jüdischen Glaubens herabgeschaut haben. Die Kirche hat in ihrer Geschichte Pogrome gegen Juden angezettelt. 

Juden werden »Kinder des Teufels« genannt

Anhaltspunkte für ein hässlich verzerrtes Bild von Juden gibt es bereits im Neuen Testament. Im Johannesevangelium werden Juden »Kinder des Teufels« genannt (Johannes 8, 44). Sie sind Symbolfiguren für die finstere Welt, die Jesus und sein Wort nicht aufnimmt. Vier Kapitel vorher jedoch sagt Jesus: »Das Heil kommt von den Juden.« (Johannes 4, 22). Die Verfasser des Neuen Testaments kamen aus dem jüdischen Glauben. Es schreiben Juden über Juden. In den Aussagen spiegelt sich die Auseinandersetzung der frühen Christen, die sich als »neuer Weg« innerhalb des jüdischen Glaubens verstanden. 

»Falscher Pharisäer« und »Gottesmörder«

Die Pharisäer waren zur Zeit Jesu in Israel hoch angesehen. Sie galten als tiefgläubige Menschen. Nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 nach Christus bewahrten die Pharisäer den jüdischen Glauben und gaben ihn an die folgenden Generationen weiter. In den Evangelien ist davon wenig zu spüren. Da erscheinen die Pharisäer als notorische Bösewichter, die nur Übles im Schilde führen und Jesu Tod planen. Dieses Zerrbild der Pharisäer hat sich bis heute im deutschen Sprachgebrauch festgesetzt. »Falscher Pharisäer« wird einer genannt, der sich scheinheilig verhält. Ein Getränk, das »Pharisäer« heißt, verbirgt im Kaffee mit Schlagsahne eine gehörige Portion Rum. Das schmeckt köstlich, verrät aber auch, was man mit einem Pharisäer verbindet: Einer, der innen brandgefährlich ist und nach außen hin harmlos tut. Eine tödliche Zuspitzung der Diffamierung von Juden durch Christen ist der Ausdruck »Gottesmörder«. Bis ins 20. Jahrhundert hinein spukte durch die Kirchengeschichte der Vorwurf, Juden hätten Christus ans Kreuz geschlagen. Dabei haben viele zu Jesu Hinrichtung beigetragen: religiöse und römische Obrigkeiten ebenso wie sein eigener Jünger Judas. Der Vorwurf kollektiv gegen Juden klingt in der Erklärung von 1942 der Evangelischen Landeskirche von Nassau-Hessen an: »Von der Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tage haben die Juden das Christentum bekämpft oder zur Erreichung ihrer eigennützigen Ziele missbraucht und verfälscht.« Mit solchen Worten hat die evangelische Kirche schwerste Schuld auf sich geladen. Sie hat den Judenhass der Nationalsozialisten befeuert, die Juden Nummern eintätowiert, sie millionenfach umgebracht haben. Die Kirche hat den Glauben an Christus verraten, an dessen Kreuz geschrieben stand: »INRI – Jesus von Nazareth, König der Juden«. 

Ihr seid allesamt eins in Christus Jesus

Der Apostel Paulus schreibt: »Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt eins in Christus Jesus. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.« (Galater 3, 26–29) Nach christlichem Glauben stellt die Taufe hinein in Gottes Verheißung an Abraham und Sara. Paulus beschreibt, wie der Glaube an Christus verbindet – über alle Unterschiede, Einteilungen und Aussortierungen nach Rasse, sozialer Stellung, Geschlecht hinweg. 

Die Taufe ist Ausdruck für den Zuspruch Gottes: »Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!« (Jesaja 43, 1) Das gilt zuerst dem Volk Israel. Die Taufe, so der christliche Glaube, nimmt hinein in die Zugehörigkeit zu Gott. Sie erinnert: Kein Mensch ist eine Nummer. Jeder Mensch hat bei Gott einen Namen, eine Gott geschenkte Würde, die unantastbar ist. 

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»Es gibt den einen Toten zu viel«

swrImmer erst zur Stelle, wenn das Böse schon passiert ist. Ulrike Folkerts (rechts) als Kommissarin Lena Odenthal in der Tatort-Folge »Blackout«, die am 26. Oktober 2014 ausgestrahlt wurde.Immer erst zur Stelle, wenn das Böse schon passiert ist. Ulrike Folkerts (rechts) als Kommissarin Lena Odenthal in der Tatort-Folge »Blackout«, die am 26. Oktober 2014 ausgestrahlt wurde.

Seit 25 Jahren spielt Ulrike Folkerts die Tatort-Kommissarin Lena Odenthal. Ein Gespräch über das Böse und die Faszination am Krimi • Von Martin Vorländer

Blazer und T-Shirt blau in blau, Silberfäden in den dunklen Haaren, die Augen gespannt auf ihr Gegenüber gerichtet. So gab ‧Ulrike Folkerts Interviews zur ‧Silberhochzeit mit ihrer Film‧figur. Seit 25 Jahren läuft der Tatort aus Ludwigshafen mit Kommissarin Lena Odenthal. Ein Vierteljahrhundert lang Mördern auf der Spur. Wie prägt das den Blick der Schauspielerin auf das Böse, zu dem Menschen fähig sind? Darüber sprach die Evangelische Sonntags-Zeitung mit Ulrike Folkerts. 

Lena Odenthal ist fertig. Ihr Kreislauf spielt verrückt. Sie taumelt in jeder Szene am Rande des Zusammenbruchs. Sie sieht sich im Spiegelbild und erleidet Atembeklemmungen. Dazu kommen Selbstvorwürfe: Wieder ist sie an einem Tatort. Wieder steht sie vor einer Leiche. Wieder fragt sie sich: »Hätte ich diesen Mord verhindern können? Immer bin ich zu spät.« Die Kommissarin zweifelt und verzweifelt an sich. Das ist der Stoff, aus dem die Tatort-Folge »Blackout« am 26. Oktober gemacht ist. »Und das ist der Punkt, an dem ich die Figur Lena Odenthal neu erfinden kann«, sagt Ulrike Folkerts, die seit 25 Jahren die Mordermittlerin in Ludwigshafen verkörpert.

Eine Kommissarin kommt an ihre Grenzen. »Es gibt den einen Toten zu viel, der das Fass zum Überlaufen bringt«, meint Ulrike Folkerts. Der Krimi zum Jubiläum zeigt den Konflikt der Polizistin, Böses verhindern zu wollen, es aber nie zu schaffen. »Sie kann immer erst anfangen, wenn schon jemand tot ist.« Das Böse ist der Schauspielerin in der Rolle von Lena Odenthal schon in vielen Gestalten begegnet: Der Psychopath, der sich in Lenas Leben einschleicht, mal als Heizungsmonteur, der ihre Katze tötet, mal als ältere Dame, die sie im Supermarkt en passant mit einer Rasierklinge verletzt. Der Pathologe, der erst seine Frau und dann andere auf dem Seziertisch ermordet. Der Tatort zeigt viele Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sind. 

Das Böse – eine Frage der Entscheidung?

Woher kommt das Böse? Die Bibel erzählt die Geschichte vom Sündenfall. Adam und Eva vergreifen sich an der verbotenen Frucht. Ihnen gehen die Augen auf und sie erkennen, was gut und böse ist. Kurz darauf passiert der erste Mord: Kain, Adam und Evas Ältester, erschlägt seinen Bruder Abel. Ist das Böse eine Frage der Entscheidung? »Nein, man entscheidet sich nicht«, findet Ulrike Folkerts. »Ich glaube, es hat immer etwas mit der Art und Weise zu tun, wie man groß geworden ist. Welche Erziehung man genossen hat. Es ist erwiesen, dass Menschen, die Gewalt erfahren haben, ein relativ großes Potenzial haben, selbst Gewalt auszuüben.« Warum wird jemand, Mann oder Frau, gewalttätig? »Das ist meistens Verzweiflung. Es sind oft Menschen, die sich in die Ecke gedrängt und wahnsinnig schwach fühlen, die zuschlagen.«

Inmitten von Verbrechen – ist Lena Odenthal gut? »Sie ist schon eine Gerechtigkeitsfanatikerin. Schnell auf der Seite der Schwächeren. Eine Kämpferin«, beschreibt sie Ulrike Folkerts. »Und eigentlich ist sie ein tragischer Fall. Sie arbeitet rund um die Uhr. Sie wohnt mit ihrem Kollegen Mario Kopper zusammen, hat also keinen Abstand zu dem, was sie macht. Sie hat eine Katze, aber keine Freunde. Sie hat auch keine Liebesaffäre zwischendrin.« Ulrike Folkerts hat mit echten Polizistinnen gesprochen und großen Respekt vor deren Beruf. »Ich wäre dem nicht gewachsen. Das, was den Opfern widerfährt, Kindern und Frauen im Besonderen, das sind solche Abgründe. Ich weiß nicht, wie man diesen Job aushält.«

»Die tägliche Gewalt gegen Frauen ist erschreckend«

Durch die Rolle der Fernseh-Kommissarin wird Ulrike Folkerts viel für soziale Projekte angefragt. Im vergangenen Jahr war sie Botschafterin für ein Frauen-Notruftelefon. Schon in den ersten sechs Monaten gingen 70 000 Anrufe ein. »Das ist die alltägliche Gewalt, die in Deutschland Frauen widerfährt. Das ist erschreckend«, sagt Ulrike Folkerts. Sie kritisiert, wie Frauen in Filmen dargestellt werden. »Mir fehlen die starken Frauenfiguren im Fernsehen. Manchmal denke ich: Das ist doch alles rückläufig. Wir waren doch schon mal weiter als emanzipierte Frauen im Fernsehen.« Frauen seien meist nur »Liebhaberinnen, verlassene Ehefrauen oder kleine Mauerblümchen«. 

Jeden Sonntag sehen im Durchschnitt zehn Millionen Menschen den Tatort. Was ist so faszinierend daran, den Abend vor der Arbeitswoche mit Mord und Totschlag zu verbringen? Ulrike Folkerts nennt das ein gesellschaftliches Phänomen. »Der Tatort bringt Menschen und Milieus ganz nahe, mit denen die meisten sonst nie etwas zu tun haben: Frauenhandel, Prostitution, Drogendealer, Mafia. Man sieht Gut und Böse, schaut in Abgründe. Man fiebert, macht Mörder-Raten und kann am Montag auf der Arbeit mitreden.« 

Wie hat's Ulrike Folkerts mit der Religion?

Die Gretchen-Frage: Wie hat's Ulrike Folkerts mit der Religion? »Nein, gläubig bin ich irgendwie nicht«, antwortet sie und erzählt: »Ich bin zwar konfirmiert, aber irgendwann aus der Kirche ausgestiegen. Meine Mutter ging nur Weihnachten in den Gottesdienst. Das fand ich komisch. Ich finde, man muss sich mit Gott, Beten und dem Glauben mehr auseinandersetzen, als nur an Weihnachten ein Brimborium darum zu machen.« 

Zu einem Jubiläum gehören gute Wünsche. Ulrike Folkerts wünscht der Lena Odenthal, dass in der Serie »mehr Platz ist für die Haltung der Kommissarin dem Täter gegenüber«. Gleichzeitig weiß sie: »Ein guter Krimi, der bis zum Schluss Überraschung bietet, ist schwer zu schreiben.« 

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