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Interne Querelen

Rheinhessischer Pfarrer abberufen

Tumisu / pixabaySymbolbild

Saulheim/Darmstadt. Nach längeren internen Querelen wird der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Nieder-Saulheim im Landkreis Alzey-Worms dauerhaft aus dem Ort versetzt.

Die hessen-nassauische Landeskirche (EKHN) teilte dem Evangelischen Pressedienst mit, der bereits im Februar vom Dienst in Saulheim freigestellte Theologe werde künftig mit Vertretungsdiensten im Rhein-Main-Gebiet und in der Propstei Rheinhessen-Nassauer Land beauftragt. Die betroffene Kirchengemeinde soll am Freitag bei einer öffentlichen  Versammlung über die aktuelle Situation informiert werden.

Intensive Prüfungsphase

Der bereits vor zwei Wochen gefällten Entscheidung zur Versetzung des Pfarrers sei eine "intensive Prüfungsphase" vorausgegangen, heißt es in der der Mitteilung der EKHN: "Dazu zählten auch Anhörungen vor Ort, die das Kirchenrecht in vergleichbaren Versetzungsfällen
zwingend vorsieht." Der Pfarrer hatte sich zuvor mit rechtlichen Mitteln gegen die Versetzung gewährt. Zuvor war nach internen Streitigkeiten im Januar der komplette Kirchenvorstand der
Nieder-Saulheimer Gemeinde zurückgetreten.

Keine Einzelheiten zu Hintergründen

Nach diesem für die evangelische Kirche seltenen Vorfall hatte der Synodalvorstand des Dekanats Ingelheim-Oppenheim stellvertretend die Führung der Gemeinde übernommen. Zum Hintergrund der Auseinandersetzung äußerten sich die Beteiligten bislang offiziell
nicht. Auch die Landeskirche wollte aufgrund ihrer "Verantwortung als Dienstherrin" keine Einzelheiten zu dem Konflikt bekanntgeben.

Nach Informationen des epd waren persönliche Konflikte die Ursache dafür, dass sich die Situation vor Ort immer weiter zugespitzt hatte. Der Pfarrer hatte in der Gemeinde aber bis zuletzt auch viele Fürsprecher. Das evangelische Kirchenrecht sieht in Fällen von "Ungedeihlichkeit" grundsätzlich vor, dass ein Pfarrer unabhängig von eigenem Verschulden in eine andere Gemeinde zwangsversetzt werden kann. epd

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