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Fragen und Antworten

Warum feiern Christen Pfingsten?

picture alliance / DUMONT BildarchivDie Apostelgeschichte in der Bibel erzählt, dass der Heilige Geist wie Flammen vom Himmel herabkommt. In Schenna in Südtirol stellen sie das nach nach als Herz-Jesu-Feuer am Sonntag nach Pfingsten.

Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das dritte große Fest im Kirchenjahr. Für viele ist es aber auch die christliche Feier, die am schwersten zu erfassen ist. Sechs Fragen und Antworten rund um Pfingsten.

Was feiern Christen an Pfingsten?

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Gott schenkt seinen Geist nicht mehr einzelnen Auserwählten, sondern jedem Gläubigen. Pfingsten steht für Kreativität, Inspiration und Neuanfang. Pfingsten gilt außerdem als »Geburtstag der Kirche«, weil damals die Jünger Jesu erstmals öffentlich aufgetreten sind und allen, die es hören wollten, von Jesu Auferstehung erzählt haben. Das taten sie laut Bibel so begeisternd, dass sich 3 000 Menschen noch am selben Tag taufen ließen.

Was steht genau in der biblischen Pfingstgeschichte?

50 Tage nach dem Tod Jesu am Kreuz sitzen seine Jünger in Jerusalem zusammen, als plötzlich ein Brausen vom Himmel kommt und ein gewaltiger Wind das Haus erfüllt: »Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen.« Menschen aus unterschiedlichen Nationen hören die Jünger in ihrer jeweiligen Muttersprache predigen. Das ist das Pfingstwunder. Auf die Pfingsterzählung des Neuen Testaments geht wohl auch die Redewendung »Feuer und Flamme sein« für »begeistert sein« zurück: Bei dem Treffen der Jünger »sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder«, heißt es im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte.

Wie kann man sich den Heiligen Geist vorstellen?

Der Heilige Geist gilt als göttliche Kraft der Veränderung. Er ist Teil der göttlichen Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er kann Menschen erfüllen, sich in ihnen verkörpern und Wirkung zeigen. Wenn der Heilige Geist im Menschen wirkt, »begegnen wir damit dem lebendigen Gott selbst, der uns näher kommt, als wir denken«, heißt es im lutherischen Erwachsenenkatechismus.

Woher kommt das Wort Pfingsten?

Es geht auf das griechische Wort »pentekoste« (der Fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit Ende des vierten Jahrhunderts 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit.

Was hat die Taube mit Pfingsten zu tun?

Schon die frühen Christen haben mit Symbolen versucht, das Unsichtbare – den Heiligen Geist – begreiflich zu machen. Die Taube ist ein solches Symbol. In der biblischen Pfingstgeschichte kommen zwar keine Tauben vor. Doch in der Erzählung von der Taufe Jesu öffnet sich der Himmel und der Geist Gottes schwebt in Gestalt einer Taube auf ihn herab.

Warum ist der Pfingstmontag frei?

Die drei zentralen christlichen Feste werden in Deutschland »doppelt«gefeiert. Der zweite Weihnachtsfeiertag, Ostermontag und Pfingstmontag verlängern den eigentlichen Festtag und betonen die Wichtigkeit. Schon in der Weimarer Verfassung vom 1919 waren Oster- und Pfingstmontag gesetzliche arbeitsfreie Feiertage – das ist bis heute so geblieben. epd

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